Gemeinsam den Kiebitz retten – Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand

Biodiversitätsprojekt „Wiesenbrüter-Brutplatzmanagement Schwaben“ – Wir machen mit!

Kiebitz-Gelege, Foto M. Baumgartner

Kiebitz-Jungvogel, Foto topfklao

Kiebitz, Foto M. Baumgartner

Um den Schutz von wiesenbrütenden Vogelarten rund um Lamerdingen kümmert sich seit 2018 der Landschaftspflegeverband Ostallgäu e.V.. Durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Vogelkundlern und den Flächenbewirtschaftern gelang es dort, die Bruterfolge v. a. des Kiebitzes deutlich zu verbessern. Die gut getarnten Nester, Eier und Jungvögel dieses Feldvogels sind bei der Flächenbewirtschaftung im Frühjahr nur äußerst schwer zu entdecken und dass der ehemalige Wiesenbrüter heutzutage überwiegend auf Äckern brütet, macht die Sache nicht leichter!

Ab diesem Jahr wird der Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V. in das Projekt einsteigen und Gebiete im Augsburger Land betreuen. In Abstimmung mit der Regierung von Schwaben wurden Schwerpunkträume südlich von Schwabmünchen bei Gennach, Hiltenfingen, Langerringen und Untermeitingen festgelegt (siehe Abb.1). Ansprechpartner für die in diesen potenziellen Kiebitzbrutgebieten liegenden Bewirtschaftungseinheiten ist künftig der Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg.

Die Flächen auf Ostallgäuer Flur werden von den dortigen Kollegen koordiniert, weitere Kiebitzvorkommen zwischen Oberottmarshausen und Graben betreut der Naturwissenschaftliche Verein für Schwaben in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz.

Nur durch die große Unterstützung und Mitmachbereitschaft der Landwirte vor Ort kann diese Erfolgsgeschichte für den Kiebitz fortgeführt werden. Durch gemeinsames Handeln kann es gelingen, den immer noch anhaltenden Bestandsrückgang dieses Feldvogels zu stoppen. Während der Brut- und Aufzuchtsaison werden die beiden ehrenamtlichen Ornithologen Alexander Klose und Hans Johnny Fritzsche Kontrollgänge im gesamten Gebiet durchführen. Bei Brutnachweis oder Brutverdacht wird der Bewirtschafter kontaktiert und zu möglichen Schutzmaßnahmen beraten. Dafür gibt es festgelegte Entschädigungssätze (siehe Abb. 2).

Die Vereinbarungen sind unkompliziert und werden auf freiwilliger Basis gleich vor Ort geschlossen. Sie gelten jeweils nur für eine Brutsaison. Ausbezahlt werden diese Gelder von den jeweiligen Unteren Naturschutzbehörden.

Wenn Sie einen Brutverdacht auf einer Ihrer Flächen haben oder Sichtungen machen, wenden Sie sich gerne direkt an den zuständigen Landschaftspflegeverband. Dann wird dies zeitnah überprüft und Sie bekommen eine Beratung zum weiteren Vorgehen.

Das Vorhaben ist Teil des Biodiversitätsprojekts „Wiesenbrüter-Brutplatzmanagement Schwaben“ der Regierung von Schwaben, die dafür Mittel aus dem Bayerischen Staatshaushalts bereitgestellt hat.

Der Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V. steht Ihnen als Ansprechpartner für den Wiesenbrüterschutz im Landkreis sehr gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf rege Unterstützung und eine gute Zusammenarbeit!

Abb. 1: Schwerpunkträume im Kiebitz-Schutz südlich von Schwabmünchen im Landkreis Augsburg

Abb. 2: Maßnahmen-Typen und Entschädigungssätze für teilnehmende Landwirte

Werden Sie Mitglied!

LANDSCHAFTSPFLEGEVERBAND Landkreis Augsburg e.V.

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