Bunte Lechfeldäcker

Acker-Wildkräuter sind heute selten geworden, denn moderne Bewirtschaftungsformen, Pestizideinsatz und Saatgutreinigung haben die farbenfrohen Schönheiten aus den Äckern vertrieben. So sind gegenwärtig in Bayern etwa 1/3 aller regelmäßig in Äckern vorkommender Arten in ihrem Bestand bedroht! Betroffen sind neben Pflanzen auch Tiere wie Feldhase, Rebhuhn, Feldlerche oder verschiedene Wildbienenarten.

Mit dem Pilotprojekt „Bunte Lechfeldäcker“ möchte der Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg sich der selten gewordenen Acker-Wildkräuter annehmen und für deren Schutz werben. Dazu werden zwei Schauäcker bewirtschaftet. Das Projekt bildet den Zyklus der Dreifelderwirtschaft nach, welche zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert bei uns weit verbreitet war. Im ersten Jahr des Zyklus wurde Wintergetreide gesät, im zweiten Sommergetreide. Bevor wieder die Winterfrucht folgte, hielt man eine mehr als einjährige Brache ein, um Bodenmüdigkeit zu verhindern. Üblicherweise wurden diese Brachen beweidet.

Erstmals im Herbst 2009 wurde auf den beiden Schauäckern Dinkel und Roggen ausgebracht. Eine sorgsam ausgesuchte Samenmischung heimischer Ackerwildkräutern wurde als Initialzündung zwischengesät. Obwohl ab 2010 nur noch Getreide gesät wurde, haben sich die Wildkrautbestände inzwischen sehr gut entwickelt und etabliert. Die beiden Flächen wurden freundlicherweise von den beiden Gemeinden Klosterlechfeld und Oberottmarshausen speziell für das Projekt bereitgestellt.

„Bunte Lechfeldäcker“ ist ein Beitrag zu Bayerns UrEinwohner 2009 im Lechtal, einer Informationskampagne des bayerischen Umweltministeriums und der Landschaftspflegeverbände.

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