Hecken & Feldgehölze

Die Gehölze der freien Feldflur übernehmen vielfältige landschaftsökologische Funktionen und sind eine Bereicherung für das Landschaftsbild. Sie tragen zur Durchnetzung und Kammerung des Raumes bei, dienen dem Wind- und Klimaschutz und sind wertvolle Lebensräume. Traditionell werden sie in unserer Gegend in Abständen geplentert oder auf den Stock gesetzt. 

Mehr als 25 Kilometer Hecken und Feldgehölze befinden sich in unserer Obhut. Die gewählte Pflegevariante ist bestandsabhängig und orientiert sich am naturschutzfachlichen Leitbild. Meist werden Altersklassenbestände mit einer großen Bandbreite unterschiedlicher Habitatstrukturen angestrebt, in denen sich Gebüsch- und Baum dominierte Abschnitte harmonisch ergänzen. Dazu setzen Landwirte in mehrjährigen Abständen jeweils einen Teil der Hecke abschnittsweise auf den Stock. Beim Plentern dagegen werden Einzelbäume auf ganzer Länge entnommen. Damit werden Baumdominanzen gebrochen und der Unterwuchs gefördert.

Wichtig ist, dass ausreichend reife Abschnitte mit Totholz und Höhlungen zur Verfügung stehen. Auch ein mehrere Meter breiter Saum aus Gräsern und Stauden gehört zum Idealbild einer Feldhecke, ist aber wegen konkurrierender Nutzungen nicht immer realisierbar. In Wiesenbrütergebieten werden lückige und niedrige Heckenformationen angestrebt, da beispielsweise Brachvögel gekammerte Landschaften meiden.

In den vergangenen Jahren erlebt das Interesse am Holzmachen einen gewaltigen Aufschwung. Dort wo Selbstwerber die historische Nutzung weiterführen möchten, bieten wir auf Wunsch Beratungen an. 

Pflanzen & Tiere unserer Heimat –

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Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V.

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