Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense)

 

Von altgriechisch „melas“ = schwarz und „pyron“ = Weizen

Früher wurde gemutmaßt, dass die dunklen weizenähnlichen Samen gerne von Wachteln gefressen werden.
Der einjährige schwach giftige Acker-Wachtelweizen gehört zu den Rachenblütlern. Seine auffälligen lilaroten „Blüten“ sind eigentlich Hochblätter. Die Art liebt trocken-warme Kalkböden und blüht von Mai bis August in Getreide, Brachen und sonnigen Säumen. Er parasitiert an Gräsern (auch Getreide), indem er die Wurzeln anzapft. Als Halbschmarotzer saugt er aber nur „aufsteigende“ Substanzen wie Wasser und Nährstoffe, nicht aber die „absteigenden“ Assimilationsprodukte wie Zucker.
Typisch für die Dreifelderwirtschaft waren mehrmonatige Brachen. Ausdauernde Wiesen- und Zwiebelpflanzen (z. B. Acker-Gelbstern) hatten somit immer wieder Gelegenheit zur Regeneration. Anders als heute wuchsen sie damals auch in Getreidefeldern. Zu jener Zeit wurde der Acker-Wachtelweizen als eines der „bösesten“ Ackerunkräuter gefürchtet, denn auch er profitiert stark von den Brachephasen.
In der Region Augsburg war die Art in den 1970er Jahren zerstreut zu finden, heute sind nur noch wenige Wuchsorte bekannt. Bei uns ist sie stark gefährdet, lt. Roter Liste Bayern landesweit gefährdet. Die Art wurde 2009 angesät.

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