Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)

 

auch Wilder Mohn, Mohnblume, Kornrose

Der allseits bekannte Klatsch-Mohn ist das Ackerwildkraut schlechthin. Er bevorzugt warm-trockene kalkhaltige Lehmböden und wurzelt bis 1 m tief. Die einjährige Pflanze wächst auf Äckern, Schuttplätzen, an Wegrändern usw. Sie blüht ab Mai. Jede Kapsel produziert bis zu 5000 winzige Samen, die bei Wind ausgeschleudert werden und mehr als 30 Jahre im Boden überdauern können!
Der Klatsch-Mohn ist ein Archäophyt, der seit dem Neolithikum in Mitteleuropa lebt. Seine ursprüngliche Heimat liegt im eurasisch-nordafrikanischen Raum. Heute ist die Art weltweit verschleppt. Wintergetreide-Mohnäcker enthalten unter günstigen Voraussetzungen eine prächtig blühende, besonders schützenswerte Segetalflora (Getreidebegleitflora). Agrarökologisch besonders wertvoll sind extensiv bewirtschaftete, kleinparzellierte und von Rainen und Hecken durchzogene Ackerlandschaften, die Goldammer, Neuntöter, Ringeltaube, Feldhase, Rebhuhn, Schleiereule, Hermelin, Spitzmaus, Zauneidechse u. v. a. m. eine Existenzgrundlage bieten.
Der Klatsch-Mohn ist in Bayern weit verbreitet und ungefährdet. Auf Äckern ist er deutlich zurückgegangen, da er empfindlich auf Herbizide und Bodenbearbeitung im Keimlingsstadium reagiert. Die Art wurde 2009 angesät.

 

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