Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis)

auch Feld-Stiefmütterchen, Acker-Veilchen

Der Name „Stiefmütterchen“ geht auf die Blütenblätter zurück. Das unterste Blatt wird als Stiefmutter gedeutet, zwei seitlich neben der Mutter sitzende, ähnlich gefärbte Blätter symbolisieren deren Töchter. Nach oben gerichtet sind die beiden Stieftöchter. Sie sind oft kleiner und anders gefärbt als die Stiefmutter.
Das etwa 20 cm hohe anspruchslose Acker-Veilchen wächst nahezu auf allen Sand- und Lehmböden, v. a. zwischen Getreide und Hackfrüchten, sonst auch auf Schuttplätzen usw. Blütezeit ist ab April. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Kleistogamie (Selbstbefruchtung bei sich nicht öffnenden Blüten). Das einjährige Acker-Veilchen ist eines der häufigsten Ackerwildkräuter und kann in lichten Winterungen Massenbestände ausbilden. Es wird in die Artengruppe um V. tricolor agg. (Wildes St.) gestellt, Übergangsformen und Bastarde sind nicht selten, Herbizid resistente Stämme sind bekannt.
Das Acker-Veilchen enthält Salicylsäure und Saponine, die traditionell gegen Entzündungen, Hauterkrankungen und Husten eingesetzt werden. Es kam bereits im Neolithikum zu uns (Archäophyt).
Im Augsburger Raum ist die Art häufig, bayernweit ist sie ungefährdet. Die Art wurde 2009 nicht angesät.

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