Landkärtchen (Araschnia levana)

Die Flügelunterseiten dieses schönen Schmetterlings sind Landkarten ähnlich gemustert. Bereits im April schlüpfen die ersten Falter und können auf Frühjahrsblühern beobachtet werden. Die erste Generation fliegt bis Juni, eine zweite von Juli bis September. Als einziger heimischer Schmetterling zeigt die Art einen ausgeprägten Saisondimorphismus, der über die auf die Raupen einwirkende Tageslänge gesteuert wird. So wurden Frühjahrs- und Sommerform wegen ihres unterschiedlichen Äußeren lange für eigenständige Arten gehalten.

Das Landkärtchen ist als Ubiquist recht flexibel und kann verschiedene Habitate wie Waldränder, Lichtungen, Hecken und Feldgehölze, Dämme und Gärten besiedeln. Im Schatten von Gehölzen stehende luftfeuchte Brennnesselbestände sind für die Raupenentwicklung ideal, während die Falter auch nahegelegenes blütenreiches Offengelände aufsuchen, um dort Nektar zu saugen. Das Mulchen sollte dort wegen seiner vernichtenden Wirkung strikt unterlassen werden. Die Art ist erfreulicherweise ungefährdet, wenn auch nicht häufig.

Landkärtchen, Sommerform

Landkärtchen im Frühlingskleid

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