Blindscheiche (Anguis fragilis)

In unseren Magerrasen- und Streuwiesenkomplexen ist die Blindschleiche noch regelmäßig anzutreffen. Die bis zu 50 cm lang werdende Art lebt sehr heimlich. Sie ist keine Schlange wie oft fälschlich vermutet wird, sondern eine beinlose Echse. Oft wird die Art erst bemerkt, wenn man überfahrene Individuen an Straßen findet. In den Morgen- und Abendstunden und bei warmen Regenfällen macht sie sich auf die Suche nach Schnecken, Würmer, Asseln usw. Sie lebt versteckt in lichten Wäldern, Gärten und Hecken, an Dämmen und Böschungen, sofern das Gelände Deckung bietet und Sonnenplätze vorhanden sind. Im Hochsommer werden bis über 20 Jungtiere geboren. In der Roten Liste Bayerns wird sie in der Vorwarnliste geführt.

Hat man das Glück auf die Tiere zu stoßen, sollten sie keinesfalls gestört oder gar gefangen werden. Reptilien sind eine anspruchsvolle Tiergruppe Sie leiden unter der Zerstückelung, Homogenisierung und Ausräumung unserer Landschaften. Überlebensfähige Populationen der Ringelnatter benötigen mehrere Hundert Hektar und Zaun- und Waldeidechsenpopulationen immerhin noch 5 Hektar an gut strukturierten und vernetzten Habitaten! In Siedlungsnähe stellen Hauskatzen ein Problem dar, da sie den Tieren intensiv nachstellen.

Blindschleiche © Messerschmidt www.pixelio.de

Blindschleichen © Peter Hartmann

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