Problempflanzen

Goldrute, Springkraut & Flügel-Knöterich
Aus den Auen unserer Flüsse sind die ursprünglich aus Nordamerika stammenden, inzwischen fest eingebürgerten Goldrutenarten Solidago gigantea und S. canadensis nicht mehr weg zudenken. Ihre flugfähigen Samen benötigen zum Keimen offene Bodenstellen, wie sie überall vom Menschen verursacht werden oder aber beispielsweise bei Hochwässern natürlich entstehen. Problematisch ist, dass beide Korbblütler mit Hilfe zahlreicher Ausläufer in heimische Pflanzenbestände eindringen und diese unterwandern können, sodass die Biozönosen nachhaltigen Schaden nehmen. Eine Bekämpfung ist schwierig. Um wertvolle Lebensgemeinschaften zu schützen, werden nahegelegene Solidago-Bestände regelmäßig im Frühsommer gemäht.

Ursprünglich als einjährige Gartenpflanze kultiviert, breitet sich heute das Indische oder Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) auf Kosten der einheimischen Pflanzenwelt besonders entlang von Bächen und in den Auen aus. Die Samen können bis zu 7 m weit geschleudert werden. Es bildet im Hochsommer dichte intolerante Bestände.

Sehr invasiv und konkurrenzstark sind zwei Vertreter der Flügel-Knöteriche, nämlich der Japan-Knöterich (Fallopia japonica) und der Sachalin-Knöterich (Fallopia sachalinensis). In kurzer Zeit können große Flächen einnehmen, oft stehen ganze Dammabschnitte unter ihrer alleinigen Herrschaft. In den bis übermannshohen Dickichten finden andere Pflanzenarten keine Lebensgrundlage mehr.

Die genannten Neophyten sind Problempflanzen, die im Bereich hochwertiger Pflanzengesellschaften trotz ihrer Schönheit bekämpft werden sollten. In der Landschaftspflegepraxis sind sie eine echte Herausforderung, da ihre nachhaltige Beseitigung mühsam ist und entsprechende Finanzmittel erfordert.

Goldrute

Drüsiges Springkraut

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