Ringelnatter (Natrix natrix)

Die häufigste Schlange im Gebiet ist die Ringelnatter. Gerne halten sie die Tiere in und an naturnahmen Flüsse und Seen und ausgedehnte Teich- und Feuchtgebiete auf. Dort machen sie Jagd auf Frösche und Fische. Die flinke, rund einen Meter lang werdende Wassernatter ist nicht leicht zu entdecken, gelegentlich kann man sie aber beim Jagen im Uferbereich oder beim Sonnenbad auf Baumstümpfen und am Wegesrand überraschen. Ihre Gelege können mehr als 20 Eier umfassen, die sie mit Vorliebe in Komposthaufen legt. Die ungiftige Art ist leicht an den blass- bis dottergelben Flecken am Hinterkopf zu erkennen. Beim Ergreifen sondert sie aber ein überreichendes Analsekret ab und stellt sich tot. Die schöne und ungefährliche Ringelnatter verdient unseren strengen Schutz und zeigt durch ihre Anwesenheit hochwertige Biotope an.

Hat man das Glück auf die Tiere zu stoßen, sollten sie keinesfalls gestört oder gar gefangen werden. Reptilien sind eine anspruchsvolle Tiergruppe! Sie leiden unter der Zerstückelung, Homogenisierung und Ausräumung unserer Landschaften besonders stark. Überlebensfähige Populationen der Ringelnatter benötigen mehrere Hundert Hektar und Zaun- und Waldeidechsenpopulationen immerhin noch 5 Hektar an gut strukturierten und vernetzten Habitaten! In Siedlungsnähe stellen Hauskatzen ein Problem dar, da sie den Tieren intensiv nachstellen. In unseren Biotopen ist die Ringelnatter noch regelmäßig anzutreffen, sie ist eine der Zielarten für die spezielle Hilfsmaßnahmen durchgeführt werden.

Ringelnatter © M. Wicker

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