Waldeidechse (Zootoca vivipara)

Von Entbuschungsmaßnahmen im Auwald profitiert auch die etwa 15 cm lang werdende Waldeidechse oder Bergeidechse. Wo Sonnenlicht das Blätterdach durchdringt und den Boden berührt, genug Versteckmöglichkeiten und Gestrüpp vorhanden sind, kann man sie am Wegesrand auf Holzstapeln, liegendem Totholz und Steinen beim Sonnenbad beobachten. Die in Eurasien weit verbreitete Art ist relativ häufig, wird aber oft übersehen. Im Sommer bringt sie bis zu acht voll entwickelte Jungtiere zur Welt. Die grazile kleine Eidechse bewohnt in unserem Verbandsgebiet die Auwälder an Lech und Wertach.

Hat man das Glück auf die Tiere zu stoßen, sollten sie keinesfalls gestört oder gar gefangen werden. Reptilien sind eine anspruchsvolle Tiergruppe Sie leiden unter der Zerstückelung, Homogenisierung und Ausräumung unserer Landschaften. Überlebensfähige Populationen der Ringelnatter benötigen mehrere Hundert Hektar und Zaun- und Waldeidechsenpopulationen immerhin noch 5 Hektar an gut strukturierten und vernetzten Habitaten! In Siedlungsnähe stellen Hauskatzen ein Problem dar, da sie den Tieren intensiv nachstellen. In unseren Biotopen an Lech und Wertach ist die Waldeidechse noch regelmäßig anzutreffen.

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