Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero)

Das Wald-Wiesenvögelchen ist im Anhang IV der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet und gehört damit zu den streng zu schützenden Arten von gemeinschaftlichem Interesse. Seine Lebensstätten dürfen nicht zerstört werden. In der Roten Liste Bayerns wird es als „stark gefährdet“ geführt, in unserer Region soll es sogar „vom Aussterben bedroht“ sein.

In den Wertachauen südlich von Augsburg kommt die Art noch vor, gibt es doch hier noch Lichtwälder und Magerwiesen, welche eng verzahnte und vernetzte Mosaike bilden. Weitere Vorkommen sind aus den Lechauen um Augsburg bekannt.

Das Wald-Wiesenvögelchen ist einer der seltensten Tagfalter Deutschlands. Kein Wunder, benötigt es doch Lebensräume, die stark im Rückgang begriffen sind. Magere grasige Waldblößen und Lichtungen, auf denen die Sonne bis zum Boden vordringen kann und ein warm-feuchtes Kleinklima erzeugt, sind sein Reich. Hier patrouilliert der unauffällige Falter bodennah entlang der inneren Waldsäume. Infolge flächendeckender Aufforstungen werden Lichtwald-Schmetterlinge immer seltener. Mit etwas Glück kann man den „Hero“ von Mai bis Juni beobachten. Die Raupe ernährt sich von verschiedenen Gräsern und überwintert.

Der Landschaftspflegeverband setzt seit Ende der 1990er Jahre umfangreiche maßgeschneiderte Lebensraumvernetzung-, Erweiterungs- und Erhaltungsmaßnahmen für Coenonympha hero um. Wie kaum eine andere Art repräsentiert es die Arbeit unseres Verbands, kein Wunder dass „Hero“ zum LPV-Maskottchen avancierte. Das Wald-Wiesenvögelchen ist Teil von „Bayerns UrEinwohner“, einer Informationskampagne des bayerischen Umweltministeriums und der Landschaftspflegeverbände.

Habitat des Wiesenkopf-Ameisenbläulings

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