Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

Das Schachbrett oder Damenbrett war früher eine „Allerweltsart“, leidet heute aber unter dem rasanten Schwund geeigneter Lebensräume. Die Charakterart warm-trockener Extensivwiesen und Magerrasen fliegt von Juni bis August. Mit ihrem gaukelnden Flug prägt das Schachbrett die sommerlichen Heiden, Uferwege und Dämme von Lech und Wertach. Letztere sind für diesen Schmetterling zu einem erstrangigen Ersatzlebensraum geworden.

Die überwinternden Raupen ernähren sich von allerlei Süßgräsern und sind, da nachtaktiv, kaum zu entdecken. Gut bei der Nahrungssuche lassen sich die hübschen und relativ großen Schmetterlinge beobachten. Sie bevorzugen dabei rötliche-lilafarbene Blütenköpfe wie z. B. Flockenblumen, Disteln, Klee oder Skabiosen. Mit einer kleinräumig differenzierten Sommermahd, bei der gebührend große Bereiche ungemäht stehen bleiben oder einer vorsichtigen Beweidung lassen sich Tier- und Pflanzenökologische Aspekte gut in Einklang bringen. Aus naturschutzfachlicher Sicht ist es erforderlich, das Mähgut abzufahren und ein Mulchen der Flächen zu unterlassen. In Bayern ist das Schachbrett (noch) nicht gefährdet, es gilt als zuverlässiger Indikator guter Lebensraumqualitäten.

Seit langem führt der Landschaftspflegeverband an Wertach, Lech und Schmutter sowie im Gennachmoos Hilfsmaßnahmen für Glaucopsyche nausithous durch. Im Fokus steht die gezielte Pflege- und Entwicklung von Grabenstrukturen, denn diese stellen bei uns oftmals die wichtigsten Habitate für den Falter. Werden Gräben bereits im Sommer komplett abgemulcht, sind diese für die Art nicht besiedelbar! Auch in feuchten Ausprägungen unserer Lech- und Wertachheiden kommt die Art vor.

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