Türkenbund-Lilie (Lilium martagon)

Im Juni und Juli blüht der vor allem in den Wertachauen regelmäßig anzutreffende, über einen Meter hoch werdende Türkenbund. Hier steht er gerne im lichten Gehölzsschatten am Rande unserer Biotopkomplexe. Auch entlang der Uferwege und gelegentlich sogar auf den Dämmen kann man ihn bewundern. Bei Entbuschungs- und Pflegearbeiten im Auwald werden die Wuchsorte des Türkenbunds berücksichtigt. Diese auffällige kalkliebende Waldpflanze ist in Bayern weit verbreitet. Die oberflächlich sauren Böden des Molassetrogs durchquert sie nur entlang weniger Flüsse, wie beispielsweise Lech und Wertach. Bleibt sie ungestört, kann sie große Bestände ausbilden. Leider kommen viele der Pflanzen wegen Wildverbiss kaum zur Blüte.

Abends und nachts verströmen die fleischigen Blüten einen betörenden Duft. Da die glatten Blütenblätter das Festhalten erschweren, gelangen vor allem frei schwebend saugende, langrüsselige Nachtfalter an den Nektar. Leider werden Blüten und Blütenknospen oft vom Rehwild abgefressen. Die Art ist nach Bundes-Artenschutzverordnung besonders geschützt und bisher noch nicht gefährdet. Wegen gewissenloser (strafbarer) Ausgrabungen wird der Türkenbund immer seltener.

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