Gräbenverbund

Wenn Flüsse die Adern unserer Landschaften sind, dann sind Gräben deren Kapillargefäße. Als feines dichtgewobenes Netz durchziehen sie ehemals zusammenhängende Feuchtgebiete. An und in Gräben haben sich vielfach Restvorkommen von Tieren und Pflanzen erhalten können, die längst aus der Fläche verschwunden sind.

Eine nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltete Pflege und Unterhaltung bietet deshalb große Chancen. Leider orientiert sich die Regelgrabenpflege oft an Minimalstandards. Besonders schädlich für die Lebewelt ist eine durchgängige Sohlräumung und das Räumen und Mulchen zur Unzeit. Aufgrund ihrer weitstreifenden linearen Struktur können Gräben gut Biotopverbundsfunktionen übernehmen, insbesondere für Pflanzen und Tiere mit nicht zu hohen Raumansprüchen.

Der Landschaftspflegeverband pflegt und entwickelt Gräben im Sinne des Biotopverbunds und des speziellen Artenschutzes. Sinnvoll sind Maßnahmen vor allem dort, wo Biotopanbindung besteht und sich negative Einflüsse von angrenzenden Flächen in Grenzen halten, insbesondere entlang von Wiesen und Gehölzen. Mahd mit Abräumen des Schnittgutes in festgelegten Zeitfenstern, die Anlage von Sohlaufweitungen, Steil- und Flachufer sowie die Berücksichtigung spezieller Artenvorkommen stehen auf unserer jährlichen To-do-Liste.

 

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